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einfache und effektive Ruderansteuerung


Der direkte Weg ist oftmals der Bessere und sollte dann auch genutzt werden. Deshalb ein paar Tipps für eine einfache und effektive Ruderanlenkung:

  • die Kraft eines Servos wird in Ncm angegeben, ein Standardservo hat i.d.R. 35 Ncm, das bedeutet, die Stellkraft des Servos beträgt 35 N am Ende eines Hebelarms von 1 cm Länge, was etwa der Hebekraft von 3,5 kg entspricht
  • deshalb auch den Anlenkpunkt am Servohebel nicht unnötigerweise nach außen verlagern, 2 cm würden schon eine Halbierung der Stellkraft bedeuten
  • man kann die Stellkraft des Servos erhöhen, wenn die Länge des Anlenkhebels des Ruders größer ist als die Länge des Hebels des Servos, was allerdings eine Verringerung des Anstellwinkels zu Folge hat.
  • ein Ruder-Anstellwinkel über 45° ist uneffektiv, bei 30° ist eine maximal Ruderwirkung gegeben
Die Ansteuerung sollte immer direkt erfolgen, Anlenkstangen möglichst ohne Knicke installieren. Hier eine eher suboptimale Lösung.

Bei dieser Lösung musste die Ruderanlenkung neben der in den Rumpf hinein ragenden Plicht herumgeführt werden.

Auch diese Lösung hat sich später als weniger effektiv erwiesen. Nicht spielfrei durch mehrere gekröpften Schubstangen und hohe Reibekräfte im seitlichen Führungsröhrchen.

Hier eine fast optimale Lösung. Direkte Ansteuerung, keine Spiel an den Stellpunkten und eine Möglichkeit für die Feintrimmung.

Allerdings nur eine einzelne Anlenkstange. Die Gabelköpfe sitzen recht stramm und sind kaum ohne zusätzliches Hebelwerkzeug zu lösen, außerdem rosten sie mit der Zeit.

Hier die für mich bisher effektivste Lösung.

Um die Kraft der Rudermaschine optimal auf das Ruder zu übertragen, empfiehlt es sich einen Doppelhebel zu verwenden. So hat man automatisch eine Zug- und eine Schubstange.

Sehr gut bewährt haben sich diese Klemmer - eine Sechskanthülse mit M3-Innen- und Außengewinde. Gibt es im Modellbauhandel als runde Ausführung zu kaufen, die Sechskant-Ausführung findet man im Computerzubehör als Abstandhalter für Motherboards.

Der Klemmer ist mit einer Kontermutter so auf dem Lenkhebel festgesetzt, dass er sich noch drehen kann. Der Sechskant ich mit einer Querbohrung versehen, durch die das Anlenkgestänge gesteckt und mit einer Inbusschraube fixiert wird.

Das Prinzip ist einfach, wirkungsvoll und prinzipiell fehlerfrei. Man erspart sich dadurch auch den Einbau einer Feintrimmung, wie z.B. die Gabelköpfe. Hinzu kommt geringer Wartungsaufwand und schneller Ein-/Ausbau.

Auch bei Realisierung von Ruderansteuerungen über Seilzug ...
... sind diese Klemmer eigentlich die perfekte Wahl.
 

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