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Kalfaterung mit Pappe


Die Kalfaterung ist die Abdichtung der Fuge zwischen zwei Planken, was bei einem Holzdeck durch dunkle "Striche" sofort ins Auge fällt.

Wurden die Fugen früher mit Werk oder Baumwolle verschlossen und mit Teer oder Pech versiegelt, benutzt man heute synthetische und elastischen Dichtungsmassen, wie z.B. Sikaflex.

Jedes Modell-Holzdeck, sollte eine nachgebildete Kalfaterung haben, sie lässt sich mit den verschiedensten Methoden auch noch in der kleinen Maßstäben nachbilden.

Die fünf verbreitetsten Methoden sind:

  • Pappe- oder Papierstreifen
  • Garn oder Zwirnsfäden
  • Furnierstreifen
  • Holzpaste oder eingefärbtes Epoxidharz
  • Sikaflex

Nach mehreren Decks ist die Papp-Methode mittlerweile die von mir favorisierte Methode und so werden die Leisten vorbereitet:

Die für das Deck benötigten Leisten werden zugeschnitten.
Für die Nachbildung der Kalfaterung nutzte ich schwarze oder dunkelgraue Pappe. Während schwarz nach der Lackierung richtig tiefschwarz wird, erhält das grau dagegen einen eher anthraziten Farbton.
Die zugeschnittenen Leisten werden mit der schmalen Seite und etwas verdünntem wasserfesten Holzleim auf die Pappe aufgeklebt.
Zusätzlich wird die Pappe mit einem warmen Bügeleisen fest auf die Leisten gepresst, um ein Wellen des Papiers zu vermeiden und die Trockenzeit zu verkürzen.
Das geht relativ fix.

Noch im warmen Zustand sollten die aufgeklebten Leisten mit der Papierseite auf einem Stück Rundholz angeformt werden, so dass sich zwischen den Leisten ein Zwischenraum bildet, denn nun...

... werden die Leisten mit einer Rasierklinge auseinander geschnitten und sind fertig zum Aufkleben auf das Deck.

Pappe und Papier gibt es in jedem Schreibwarengeschäft in unterschiedlichen Stärken von 0,1 bis 0,4 mm, damit deckt man gut und gern einen Maßstabsbereich von 1:20 bis 1:200 ab. Baut man in eine größeren Maßstab und benötigt eine entsprechend breitere Fuge, werden die Leisten wie diesem Fall nach dem Schneiden auf der anderen Seite noch einmal beklebt.

 

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